Das Gartenhaus mit Strom versorgen - Die korrekte Stromversorgung

Büsche, Bäume, Blumen, Beete und ein gepflegter Rasen – das sind die Grundelemente von nahezu jedem Garten. Doch zu einem perfekten Garten gehört auch ein Gartenhaus. Ob Werkstatt, Atelier, Spielhaus für die Kinder oder Erweiterung des Wohnraumes, Gartenhäuser haben ganz unterschiedliche Funktionen und dienen nicht nur zur Aufbewahrung von Geräten und Werkzeugen. Neben einer guten Dämmung und der passenden Ausstattung des Gartenhauses ist daher die Versorgung mit Strom von großer Bedeutung. Doch wie gelingt es, sein Gartenhaus mit Strom zu versorgen?

Wer eine elektrische Beleuchtung, Heizung oder Kochmöglichkeit in seinem Gartenhaus unterbringen möchte, der benötigt hierfür natürlich Strom. Eine korrekte Planung ist hier von besonderer Bedeutung, bevor eine Stromversorgung für das Gartenhaus gebaut wird. Planen Sie sorgfältig, welchen Leistungsbedarf Sie eigentlich benötigen und welche Elektrogeräte später Verwendung im Holzhaus finden werden. Überlegen Sie auch, wie viele Steckdosen vorhanden sein sollen und bedenken Sie dabei, dass in diesem Fall mehr besser als zu wenig ist.

Um die spätere Elektroinstallation abzusichern, empfehlen wir Ihnen einen FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschaltung) zu verwenden. Dieser unterbricht bei Fehlerströmen die laufende Stromzufuhr und beugt dadurch Unfällen vor. In jedem Falle raten wir dazu, einen Fachmann um Rat zu fragen und hinzuzuziehen.

Strom über ein Erdkabel

Voraussetzung ist eine Stromanbindung an das Stromnetz in der Nähe des eigenen Gartens. Dann aber ist die Erdkabel-Variante die am wenigsten aufwändigste die zudem Zeit und Kosten spart. Hierfür ist kein zusätzlicher Stromzähler nötig und auch kein zusätzlicher Stromanschluss vom Netzbetreiber. Auch auf die Anschaffung eines eigenen Sicherungskastens kann hierbei oftmals verzichtet werden.

Die Stromversorgung des Gartenhauses über ein fest verlegtes Erdkabel ist auf Dauer eindeutig komfortabler als ständig mit einer Kabeltrommel oder Verlängerungskabeln herumhantieren zu müssen. Der Anschluss der Beleuchtung und der Elektrogeräte erfolgt dann ganz normal über die Verbindung vom Kabel zur Steckdose. Steckdosen sollten natürlich vorher in ausreichender Menge angebracht werden.

Erdkabel außerhalb des Privatgrundstückes

Liegt das Gartenhaus außerhalb des eigenen Privatgrundstückes – beispielsweise in einer Kleingartenkolonie – dann müssen Sie zunächst einmal einen eigenen Stromanschluss sowie Stromzähler beim Netzbetreiber beantragen (sofern eine Anbindung ans öffentliche Netz dort überhaupt möglich ist). Die Anschlussgebühren hierfür hat der Besitzer selber zu tragen. Außerdem sollte man sich bei der Beantragung eines Zählerkastens unter Umständen auf ein wenig Wartezeit einstellen. In diesem Fall wird selbstverständlich auch ein Sicherungskasten für die Laube benötigt.

Photovoltaik / Solarstrom für das Gartenhaus

Gartenhaus Stromversorgung - Photovoltaik / SolarstromWenige Dinge sind in den letzten Jahren so teuer geworden wie elektrischer Strom. Die Photovoltaik beziehungsweise die Stromerzeugung per Solartechnik ist eine sehr gute Möglichkeit, dies zu erreichen. Die Vorteile von Solarstrom liegen klar auf der Hand: die Verwendung von Solartechnik macht den Gartenhausbesitzer unabhängig vom herkömmlichen Stromnetz, Solarstrom ist überaus umweltfreundlich und schont auf Dauer auch den Geldbeutel.

Ob Lampen, Heizung oder Kochgelegenheit – ein Gartenhaus kommt selten ohne Strom aus. Entscheidet man sich für die Verwendung von Photovoltaik, erzeugt man seinen Strom mit Hilfe des Sonnenlichts, das in elektrische Energie umgewandelt wird, die anschließend zur Verfügung steht und genutzt werden kann.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, um Solarstrom für das Gartenhaus zu gewinnen. Die erste Möglichkeit besteht darin, Solarzellen zu verwenden, die zu Modulen zusammengeschaltet und auf dem Dach des Häuschens angebracht werden.

Die andere Möglichkeit ist die Nutzung einer sogenannten Inselanlage, einer kleinen gesonderten Solaranlage. Ein solches System ist in der Regel sogar tragbar und speist die gewonnene Energie in eine Art Autobatterie ein, wo sie gespeichert wird und somit jederzeit zur Verfügung steht. Diese Zwischenspeicherung der Solarenergie verlängert die Nutzungsdauer der Geräte im Gartenhaus. Die Batterie wird über das Solarmodul immer wieder aufgeladen. Um haushaltsübliche Elektrogeräte mit 230 V anschließen zu können, benötigt man allerdings nicht nur die Solarbatterie, sondern auch einen entsprechenden Photovoltaik Wechselrichter.

Strom über einen Generator

Benötigt man nur sehr unregelmäßig Strom im Gartenhaus, so ist die Versorgung über einen Stromgenerator eine Alternative. Ein Generator eignet sich auch im Falle, dass es keine Möglichkeit gibt, z.B. über einen Stromanschluss das Gartenhaus zu versorgen. Ein Generator sollte für diesen Zweck über eine minimale Dauerleistung von 3,5 kW verfügen, damit dieser für die Versorgung eines Gartenhauses mit Strom geeignet ist. Hierbei wird zwischen Mobilen Generatoren mit Benzinmotor und stationären Generatoren mit einem Dieselmotor unterschieden. Ein großer Nachteil eines Stromgenerators ist leider die Entstehung von Lärm und natürlich unangenehmen Abgasen. Es gibt zwar recht gut gedämmte Generator-Modelle mit einem Katalysator, aber auch diese Geräte bleiben teils laute Stinker

Strom über eine kleine Windkraftanlage

Wenig verbreitet aber dennoch eine weitere Möglichkeit, dass Gartenhaus mit Strom zu versorgen, ist eine eigene kleine Windkraftanlage für den Garten. Voraussetzung ist hier eine günstige und windreiche Lage des Gartens oder der Laubenkolonie. Ist die Lage dafür geeignet, lassen sich mit einer Windturbine, welche zur Eigenmontage geeignet ist, von 0,05 bis 2 kW Leistung erzielen. Die Masthöhe einer solchen Anlage kann aber 6 bis 8 Meter betragen und nimmt natürlich etwas Raum auf dem Grundstück ein. Bedenken Sie auch, dass es bei einem Windrat eine gewisse Geräuschentwicklung im Betrieb gibt und für die gewonnene Energie wird zudem ein Akku zur Speicherung des Stroms benötigt. Kleinwindkraftanlagen sind in der Regel genehmigungsfrei und kann über eine vereinfachte Bauanfrage erledigt werden. Bei einer solch hohen Konstruktion kann aber eventuell die Nachbarschaft ein Problem mit der Errichtung haben.

In jedem Fall eine Fachberatung in Anspruch nehmen

Ob nun Solarstrom oder Kleinwindkraftanlage, es ist wichtig sich vorher gut beraten zu lassen und mögliche Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen. Üblicherweise muss man mit Kosten in Höhe von 1000 bis 1.500 Euro für die Installation und Inbetriebnahme der Solartechnik rechnen. Bei einer Kleinwindkraftanlage liegen die Kosten bei ungefähr 1.500 EUR aufwärts. Angesichts der stetig steigenden Strompreise und der Unabhängigkeit vom regionalen Stromnetz ist das aber eine Investition, die sich nach einiger Zeit auszahlt.

Beleuchtungsideen für Garten und Gartenhaus

Wer ein Holzhaus im Garten besitzt, kann mithilfe von tollen Lampen und Leuchten ein paar tolle Stündchen im Kreise der Liebsten hier naturnah verbringen. Mit den folgenden Beleuchtungstipps und Ideen wird auch Ihr Garten bestimmt zu einem märchenhaften Ort.

Fünf Gründe für eine ansprechende Gartenbeleuchtung:

1. Die Tage werden immer kürzer

Mit einer angenehmen Beleuchtung kann bis in die Abend- oder Nachtstunden im Gartenhaus gesessen werden.

2. Lampen sind praktisch und schön

Es muss nicht nur um die Erhellung der Sitzecke oder des Gartenhäuschens gehen – kleine Lichter im ganzen Garten sehen im Dunkeln auch einfach schön aus und erzeugen eine wunderbare Atmosphäre.

3. Der Kreativität freien Lauf lassen

Eine wohlüberlegte und geplante Gartenbeleuchtung macht den Garten zu einem wahren Kunstwerk, dessen Planung gleichzeitig Spaß machen und entspannen kann.

4. Mehr Sicherheit im Dunkeln

Nicht nur das Gartenhäuschen kann beleuchtet werden, auch die Wege sowie weitere Orientierungspunkte können beleuchtet werden. Zusätzlich können Bewegungsmelder für eine erhöhte Sicherheit sorgen.

5. Gartenpartys, Sommerfest und Weihnachtszauber

Für alle besonderen Anlässe sollten Sie Ihren Garten mit entsprechend passender Beleuchtung ausstatten, die sie auch entsprechend der Jahreszeit und der saisonalen Dekoration unkompliziert anpassen können. Mit der richtigen Beleuchtung fühlen sich auch die Gäste gleich rundum wohler.

Solarlampen liefern nachhaltiges Licht im Garten

Tagsüber Licht einfangen, nachts Licht abgeben: Solarlampen sind eine energiesparende und umweltfreundliche Möglichkeit, um den Garten am Abend in ein romantisch-gemütliches Licht zu tauchen. Der Vorteil: Es werden weder Kabel noch Steckdosen benötigt, da die Lampen ausschließlich mithilfe des Sonnenlichts funktionieren. Dank zahlreicher verschiedener Ausführungen findet sich für jeden Geschmack die richtige Solarlampe für den Garten.

Gleichzeitig gibt es jedoch auch einen entscheidenden Nachteil, denn an besonders grauen und bedeckten Tagen kann auch eine Solarlampe nicht ausreichend Energie aufnehmen und speichern. Ansonsten können Gartenfans mit einer Leuchtdauer von bis zu 20 Stunden rechnen. Diese Beleuchtungsvariante kommt besonders umweltschonend und ökologisch daher – was Sie generell beim ökologischen Gartenhausbau beachten sollten: Von der FSC-Zertifizierung, über die richtige Holzart bis hin zur Energiesparsamen Bauweise und Beleuchtung samt Solarenergie und LED-Beleuchtung erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema „Ökologisch bauen“.

Fackeln sorgen für rustikale Gemütlichkeit

Offenes Feuer löst bei vielen ein Gefühl der Nostalgie aus. Diese simple Art der Beleuchtung kann durch den Einsatz von Fackeln einen kompletten Garten angenehm erhellen, ohne dass ein Stromanschluss benötigt wird. Solche Fackeln gibt ebenso wie die Solarlampen in verschiedenen Ausführung – ob aus Holz oder auch Edelstahl ist ganz dem persönlichen Geschmack überlassen. Wer sich für diese Art der Gartenbeleuchtung entscheidet, ist jedoch auf trockenes Wetter angewiesen, da die Fackeln in der Regel über keine Abdeckung verfügen.

Lampions und Lichterketten zu Weihnachten und für nette Sommerpartys

Die Amerikaner neigen bisweilen dazu, es während der Weihnachtszeit mit ihrer Haus- und Gartenbeleuchtung etwas zu übertreiben. Trotzdem können diese bunt dekorierten Grundstücke zumindest teilweise als Inspiration und Anregung für eine geschmackvolle Gartenbeleuchtung dienen – schließlich darf es bei einer netten Gartenparty auch mal die eine oder andere Lichterkette sein. Fangen Sie jetzt an, schmücken Sie Ihren Garten weihnachtlich und bringen Sie stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung an – aber bedenken Sie hierbei auch unbedingt, den Garten (inklusive Gartenhaus) vorher winterfest zu machen.