Ein praktisches Hochbeet selber bauen - so funktioniert es richtig

Schon bald können Hobbygärtner wieder hinaus in den Garten und sich ganz ihrer Pflanzenpracht widmen, denn bereits im Februar stecken erste Blumen und Gewächse ihre Knospen wieder hervor, um die neue Saison einzuläuten. Daher ist jetzt die beste Zeit, um über die (Neu-) Gestaltung von Beeten und Rasenflächen nachzudenken. Besondere Hingucker sind vor allem Hochbeete, die sich einerseits hervorragend für die Anpflanzung von Gemüse eignen und die andererseits in Hinblick auf das regelmäßige Unkrautjäten sehr rückenfreundlich sind.


Vielseitig und praktisch – das spricht für Hochbeete

Hochbeete gibt es bereits fertig im Handel zu kaufen, sodass außer der Befüllung nicht mehr viel gemacht werden muss. Allerdings können sich handwerklich begabte Hobbygärtner solche Schmuckstücke mit ein paar Handgriffen und den richtigen Materialien ganz einfach selber bauen.

Hochbeete bieten Hobbygärtnern verschiedene Vorteile, die sich nicht leugnen lassen:

Flexible Standortwahl:

Ob im Garten auf dem Rasen oder auf dem gepflasterten Balkon – Hochbeete können beinahe überall aufgestellt werden.

Besonders rückenschonend:

Durch seine individuelle Höhe kann das Hochbeet auf die eigene Körpergröße abgestimmt werden, sodass das Bepflanzen und Pflegen bequem im Stehen möglich ist.

Behindertengerecht:

Auch behinderte Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, haben so die Möglichkeit, direkt auf Armhöhe zu arbeiten.

Bessere Pflanzenversorgung:

Die hohe Bauform ermöglicht eine höhere Sonneneinstrahlung von mehreren Seiten, die zu einer besseren Erwärmung des gesamten Beetes führt – auf diese Weise können die Pflanzen länger blühen.

Weniger Schädlinge:

Durch die Höhe haben es Schnecken, Mäuse und Co. deutlich schwerer, den Pflanzen zu schaden.

Optischer Hingucker:

Es muss nicht immer das klassische Blumenbeet sein – Hochbeete lockern das Gesamtbild des Gartens auf und sorgen für ein wahres Highlight.

Vor dem Bauen - Standort, Material und Zweck

Bevor es mit der Konstruktion des eigenen Hochbeetes losgeht, muss zunächst geplant werden. Hierbei ist es vor allem wichtig, sich einen geeigneten Standort auszusuchen, da davon abhängt, ob das Hochbeet einen eigenen Boden besitzen muss oder nicht. Wer sich ein kleines Gemüsebeet anlegen möchte, sollte je nach Pflanzensorte selbstverständlich auch darauf achten, dass der Standort die optimale Sonneneinstrahlung erhält, damit reichlich geerntet werden kann. Empfehlenswert ist generell eine Ausrichtung des Hochbeetes in Ost-Westrichtung, sodass die langen Seiten sich im Norden und Süden befinden, um größtmöglich von der Sonne zu profitieren.

Auch beim Material bieten sich verschiedene Möglichkeiten für den Bau eines eigenen Hochbeetes an. Sowohl natürliche Baustoffe wie Holz, Stein oder Kokosmatten als auch Kunststoffe, Edelstahl oder andere Metalle können hier gewählt werden. Besonders beliebt ist bei den meisten Gartenbesitzern die Variante aus Holz, da sich der Rohstoff optisch optimal in den Garten einfügt und dabei Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt. Hier sollte beim Kauf des Materials jedoch unbedingt auf die Holzart geachtet werden, denn eine hohe Witterungsbeständigkeit ist für eine lange Freude am Hochbeet eine wichtige Voraussetzung. Besonders gut eignet sich z.B. das Holz der Lärche, weil es sogar unbehandelt sehr robust und beständig ist. Von Metall wird hingegen eher abgeraten, da hier der für die Hochbeete wichtige Verrottungsprozess verzögert wird.

Ein Hochbeet aus Holz – einfach Selbermachen

Wenn der passende Standort gefunden, die Wunschgröße bestimmt und alle nötigen Materialien besorgt sind, kann das tatsächliche Bauen des Hochbeetes beginnen. Wird das Beet auf einem weichen Untergrund (z.B. auf dem Rasen) angelegt, sollte zunächst ein feinmaschiger Drahtteppich ausgelegt werden, um es Maulwürfen und Mäusen zu erschweren, ins Beet einzudringen. Bevor nun die Bretter zusammengeschraubt werden, sollten Löcher für die Schrauben vorgebohrt und das Holz (falls gewünscht) mit einer Schutzlasur gestrichen werden – mehr zum Thema Witterungsschutz finden Sie in unserem Ratgeber-Artikel Die richtige Holzpflege - Schutz vor Witterungseinflüssen. Steht das Grundgerüst, kann das Hochbeet nun mit einer Schutzfolie ausgekleidet werden, die Fäulnis verhindert. Damit steht nun das noch leere Hochbeet und die Befüllung kann beginnen.

Im unteren Teil eines Hochbeetes empfiehlt sich in der Regel eine Schicht mit grobem Grünabfall, der für eine gute Durchlüftung des gesamten Hochbeetes sorgt. Alternativ eignet sich auch Kies oder Blähton. Die darauffolgende Schicht kann mit etwas feinerem Grünabfall gefüllt werden, im Anschluss daran sollte etwas Erde obendrüber verteilt werden. Danach kann noch einmal gehäckselter Grünabfall verwendet werden, bevor anschließend die eigentliche Erde für die Pflanzen draufgegeben wird. Je nach Höhe des gesamten Beetes kann die Höhe der Füllschichten individuell gewählt und angepasst werden.

DIY-Tipp: ein kleines Hochbeetdach

Wer möchte, kann seinem Hochbeet noch ein kleines Dach spendieren, welches die Pflanzen vor Wind und Wetter schützt.