Der Sinn eines Gartenhauses kann ganz unterschiedlich ausfallen: Von der einfachen Aufbewahrung von Gartengeräten und anderen Gegenständen bis hin zum Einrichten einer kleinen Freizeit- und Entspannungsoase. Genauso vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten eines Gartenhauses ist auch die Auswahl der verschiedenen Modelle, Größen und Materialien. Die Bauart des Hauses und die Bestimmung der genannten Faktoren (Modell, Größe, Material) sollte immer in Abhängigkeit mit der Nutzung getroffen werden.
Gartenhausbau entsprechend der individuellen Vorzüge
Die erste Frage, die man sich somit zu Beginn des Planungsprozesses stellen sollte, ist die, wie das Gartenhaus künftig genutzt wird.
Folgende Arten der Nutzung kommen hierbei grundsätzlich infrage:
- Einfacher Geräteschuppen für Werkzeug und Gartengeräte
- Klassisches Gartenhaus zum Entspannen und Wohlfühlen
- Hobbyraum zum Werkeln und Basteln
- Kleines Wochenendhaus beziehungsweise Gästehaus für Übernachtungen
- Ferienhaus in der eigenen grünen Oase
In Abhängigkeit des Zweckes sollte anschließend die Größe festgelegt werden: Hierfür muss die Fläche, auf der das Gartenhaus stehen soll, exakt ausgemessen werden, damit das Häuschen im Nachhinein nicht größer als die nutzbare Fläche wird. Auch sollte sich im Voraus für eine Bauweise entschieden werden.
Hier unterscheidet man grundsätzlich die Systembauweise und die Bauart der bekannten Blockbohlenhäuser. Systemgartenhäuser sind in der Anschaffung günstiger sowie im Aufbau einfacher zu handhaben, da die Elemente nur zusammengefügt bzw. zusammengesteckt werden müssen. Blockbohlenhäuser bestehen hingegen aus verschiedenen Blockbohlen, die verbunden werden müssen. Ein schickes Blockbohlenhaus ist zwar in der Anschaffung etwas teurer, lohnt sich jedoch langfristig, da sich solch ein Modell durch enorme Stabilität und Hochwertigkeit auszeichnet. Doch nicht nur in der Größe, im Material und in der Bauweise können sich Gartenhäuser voneinander unterscheiden – auch die Wandstärke kann unterschiedlich ausfallen.
Welche Wandstärken gibt es?
Während der Planung bzw. vor dem Kauf sollte man sich überlegen, welche Stärke die Wand bzw. die Wandbohlen besitzen sollten.
Hierbei gilt der folgende Grundsatz: Je dicker die Wandstärke, desto massiver, robuster und stabiler ist das Gartenhaus.
Das gleiche Prinzip gilt auch für den Preis: Je dicker die Wandstärke, desto höher der Preis. Bei der Wahl der Wandstärke treffen daher zum einen der individuelle Qualitätsanspruch und zum anderen das verfügbare Budget aufeinander.
Für die folgenden Nutzungsarten sind die aufgelisteten Wandstärken zu empfehlen
Einfaches Gerätehaus
Für ein einfaches Gerätehaus ist eine Wandstärke von 14 bis 19 Millimetern schon ausreichend, da es hier schon genügt, wenn der Unterstand einen sicheren Schutz vor Regen oder Wind sowie ausreichend Stabilität bietet.
Winterfeste Gerätehäuser:
Einfache, winterfeste Gartenhäuser und Gerätehäuser sollten eine Wandstärke zwischen 19 mm und 28 mm besitzen.
Wochenend- und Gästehaus:
Ein Gartenhaus, das hin und wieder als Übernachtungsort für Gäste genutzt wird, sollte hingegen mindestens eine Wandstärke von 40 mm besitzen.
Freizeithaus:
Wenn das Gartenhaus nur als Freizeithaus im Sommer genutzt werden soll - ohne die Nutzung als Übernachtungsstätte - benötigt es hingegen nur 28 mm, um einen schattigen und kühlen Rückzugsort zu ermöglichen.
Überwinterungsmöglichkeit für Pflanzen:
Ein Holzhaus, welches die sichere Überwinterung von Pflanzen gewährleistet, sollte eine Wandstärke von mindestens 40 mm besitzen. So sind die Pflanzen gut geschützt, können den Winter problemlos überstehen und im darauf folgendem Frühjahr in neuem Glanze blühen.
Ferien- oder Wohnhaus:
Wenn das Gartenhaus übers Jahr hinweg als Aufenthaltsort oder gar zum Wohnen genutzt wird, muss es eine Mindeststärke von 70 mm besitzen. Eine hohe Wandstärke ist ausschlaggebend für eine nachhaltige Isolation gegen äußere Witterungseinflüsse, wie Wärme und Kälte.
Welche Bedeutung und Vorteile hat die Wahl der Wandstärke?
Bei Betrachtung dieser Nutzungsarten fällt auf, wie wichtig die Wandstärke für Gartenhäuser und insbesondere winterfeste Gartenhäuser ist. Zum einen ist eine dickere Wand für die Langlebigkeit des Holzhauses und zum anderen sowohl im Winter als auch im Sommer für eine ausreichende Isolation entscheidend. Eine hohe Wandstärke ermöglicht Ihnen somit ein warmes Plätzchen im Winter und einen erfrischenden und kühlenden Rückzugsort im Sommer.
Auch der Faktor Stabilität spielt eine wichtige Rolle, was zunehmend bei größeren Gartenhäusern von Bedeutung ist: Je größer das Haus sein soll, desto dicker sollte auch die Wandstärke ausfallen. Eine hohe Stabilität erreicht man generell ab einer Wandstärke von 40 Millimetern.
Die Wandstärke ist bei Gartenhäusern ein entscheidender Faktor und je höher man diese auswählt, umso höher fallen auch die folgenden Vorteile aus:
- Hohe Qualität
- Hohe Stabilität
- Langlebigkeit
- Witterungsbeständigkeit
- Problemlose Überwinterung
- Isolationsfähigkeit